Fass nach, zweimal, mit Abstand und ohne Druck. Der häufigste Grund für Schweigen nach einem Angebot ist nicht der Preis und nicht die Konkurrenz. Es ist, dass jemand die Nachricht gelesen, „später” gedacht und dann vergessen hat.
Woran es meistens liegt
Setz dich in die Lage der Anfragenden: Sie hat auf Instagram nebenbei drei Fotografinnen angeschrieben, während das Kind schrie. Zwei haben geantwortet. Deine Mail kam an einem Donnerstagabend, als sie gerade keine Entscheidung treffen wollte. Am Wochenende war sie weg, und am Montag war die Mail unten.
Das ist keine Ablehnung. Das ist ein Postfach.
Wann nachfassen
Zwei Nachrichten reichen fast immer:
- Nach drei bis vier Tagen, wenn das Angebot nicht einmal geöffnet wurde. Hier geht es nur um Zustellung: Vielleicht ist die Mail im Spam gelandet.
- Nach zehn bis vierzehn Tagen, wenn es geöffnet, aber nicht beantwortet wurde. Hier geht es um die Entscheidung.
Danach ist Schluss. Eine dritte Erinnerung bringt kaum Zusagen und kostet Sympathie.
Wie die Nachricht klingen sollte
Kurz, freundlich, ohne Vorwurf und ohne Verkaufsdruck. Gut funktioniert eine Nachricht, die es der anderen Seite leicht macht, auch Nein zu sagen: „Melde dich gern auch, wenn es nicht passt, dann gebe ich den Termin frei.” Das nimmt die Peinlichkeit aus dem Schweigen, und du bekommst eine klare Antwort statt keiner.
Ein Satz, der fast immer hilft, ist eine sanfte Frist: bis wann du den Termin noch halten kannst. Ohne Drohung, einfach als Information.
Warum es trotzdem selten passiert
Nicht aus Faulheit. Nachfassen fühlt sich unangenehm an, es steht auf keiner Liste, und nach dem Shooting am Samstag denkt am Dienstag niemand mehr an das Angebot von vor zwei Wochen. Genau deshalb ist es die Aufgabe, die man am besten nicht sich selbst überlässt.